Schlusswort

Eine Schule, die meint, sich nicht weiter entwickeln zu müssen, die meint, immer nur „Bewährtes“ weitergeben zu müssen und sich selbst als System nie in Frage stellt, ist „tot“. Gerade als Schule müssen wir mit dem gleichen Ernst an uns lernen und arbeiten, wie wir es den Kindern und Jugendlichen vermitteln wollen. Eine lebendige Schule lernt und entwickelt sich ständig weiter. So betrachten wir den heute erreichten Entwicklungsstand als Zwischenergebnis eines Prozesses und bemühen uns ständig,  diesen Prozess lebendig zu halten u.a. dadurch,  dass wir:

  • Führungsverantwortung an Arbeitsgruppen delegieren, denn nur durch Übernahme von Verantwortung vieler bzw. aller KollegenInnen werden unterschiedlichste Stärken für die Schule fruchtbar gemacht
  • regelmäßig unseren Standort durch Evaluationskonferenzen bestimmen. Es findet permanent eine Festlegung und Strukturierung weiterer Entwicklungsschwerpunkte statt, die auch im Rahmen unseres Fortbildungskonzeptes aufgenommen wird
  • die enge Zusammenarbeit mit acht weiteren „Schulen im Aufbruch“ in NRW, die sich ähnlichen Zielen verpflichtet sehen, institutionalisieren, da es sich als gegenseitig befruchtend (best practice) beweist und zu gemeinsamen Fortbildungen in den Bereichen führt, in denen Entwicklungsbedarfe gesehen werden
  • neue Kolleginnen und Kollegen durch Einführungsveranstaltungen und Fortbildungen mit unserer Schule und unserer Schulkultur vertraut machen und professionalisieren.
  • Teamstrukturen für das gesamte System als Organisationsform pflegen und dadurch eine gute Beziehungskultur und die Professionalität unserer Lehrkräfte stärken und ausbauen.

In unserer Schule bestand das jetzige Konzept nicht von Anfang an. Schritt für Schritt haben wir im Kollektiv des Kollegiums durch Impulse von außen und innen Veränderungen vorgenommen. Diese Veränderungen waren immer begleitet von großen Zweifeln. Wir mussten mit Widerständen von verschiedenen Seiten klar kommen.

Uns hat es im Entwicklungsprozess geholfen, dass Gleichgesinnte, ähnlich Gesinnte und auch Verfechter sog. „bewährter Systeme“ mit uns diskutiert und nachgedacht haben. Das hat uns gestärkt und „Mut zur Veränderung“ gegeben. Das hat uns unsere Schule, so wie sie ist, entwickeln lassen. Durch diesen Prozess wird auch die Professionalität, hohe Motivation, große Belastbarkeit und Innovationsfreude aller am Schulleben Beteiligter dokumentiert.

Besonders die hohe Motivation und die Freude aller an Gestaltung von Schule stellen für die Zukunft sicher, dass unsere Schule lebendig bleibt und sich weiterhin positiv entwickelt.