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Bildungsoffensive im Dreierpack stärkt nachhaltige Entwicklung

Aachener Zeitung 07.05.2018

                                        

Aachen. Mit einer Bildungskooperation im Sinne der nachhaltigen Entwicklung unterzeichneten gleich drei Institutionen einen Vertrag, mit dem ökologisch und sozial gerechtes Denken und Handeln gefördert werden. Die 4. Aachener Gesamtschule, die städtische Tageseinrichtung für Kinder in der Bergstraße und die Grundschule am Lousberg verpflichten sich demnach, als Bildungseinrichtungen das Umweltbewusstsein der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu sensibilisieren.

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> „Spätestens seit der Agenda 21 ist es notwendig, dass sich jeder Einzelne darüber im Klaren ist, wie sein Handeln die nachfolgenden Generationen und die Umwelt beeinflussen. Das Konzept ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ greift diesen Gedanken auf und verpflichtet die Schule als Bildungsort, diesen Bildungsauftrag umzusetzen“, betont Hanno Bennemann, Leiter der 4. Aachener Gesamtschule.

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> Die Kooperation mit der in direkter Nachbarschaft liegenden Kita sowie der fußläufig zu erreichenden Grundschule nutze die vorhandenen Ressourcen sinnvoll und biete die Möglichkeit, diverse Projekte mit globalem Schwerpunkt zu realisieren, so Bennemann ferner. Der Tatsache, dass Mensch und Natur häufig getrennt voneinander betrachtet werden, wollen die Akteure entgegenwirken.

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> Irmgard Schick, Koordinatorin für globale Gesundheit, setzt in dem Zusammenhang allerdings nicht nur auf die Erfüllung der Lehrpläne, wie sie sagt: „Die Gesamtschule fühlt sich den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung verpflichtet, die von der Weltgemeinschaft 2015 als besonders drängend und wichtig für den Planeten definiert wurden.“ Es gehe unter anderem darum, Ungleichheiten und extreme Armut zu bekämpfen und den Klimawandel aufzuhalten. Die reine Wissensvermittlung alleine stehe nicht im Fokus, es drehe sich vielmehr darum, den Schülerinnen und Schülern eine bestimmte Haltung zu vermitteln, die sie zum Handeln veranlasse.

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> Vor ein paar Wochen erhielt die Gesamtschule zwei Bienenvölker mit 40 000 Bienen. Sowohl die Grundschule als auch die Kita lernen durch den Umgang mit den Tieren, Verantwortung zu übernehmen. In der gemeinsamen Gewinnung und Verarbeitung von Bienenprodukten sowie in der Versorgung und Pflege sind bereits jetzt schon Möglichkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit gegeben.

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> In den nächsten Wochen soll auf einem Teil des Schulgartens ein Acker entstehen. Durch eigenes Anbauen von Obst und Gemüse und durch Pflegen und Ernten der vielfältigen Produkte entwickeln die Kinder und Jugendlichen eine enge Beziehung zur Natur und empfinden Wertschätzung und Stolz.

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> Britta Slupina-Oellers, Rektorin der Grundschule am Lousberg, und Jürgen Starkes, Leiter der Kita, freuen sich auf die kommenden Kooperationen und das Netzwerk. „Unsere Kita erarbeitet schon lange naturpädagogische Konzepte, denn gerade für Kinder, die in der Innenstadt leben, ist es wichtig, den Bezug zur Natur zu fördern“, so Starkes. „Mir gefällt auch der altersübergreifende Gedanke, dass die „Großen“ den „Kleinen“ Dinge erklären und zusammen agieren“, ergänzt Slupina-Oellers. Miteinander lernen und naturnahe Angebote im Sinne der nachhaltigen Entwicklung auf den Weg bringen – mit der Bildungskooperation ist damit ein wichtiger Schritt gemacht.