Ve·ge·ta·ris·mus

Ve·ge·ta·ris·mus
/Vegetarísmus/
Substantiv, maskulin [der]
Lehre, die den Genuss ausschließlich oder überwiegend pflanzlicher Kost anstrebt.
 
Man verzichet auf Lebensmittel, die von getöteten Tieren stammen, bzw. aus ihnen gemacht sind.
Mittlerweile sind ca. 8-9% der Bevölkerung in Deutschland vegetarisch, das sind ungefähr 7 Millionen Menschen. Und die Zahl steigt stetig. Vegetarier werden in unserer Gesellschaft bei weitem nicht so stark kritisiert wie Menschen, die sich vegan ernähren, von denen es bis jetzt nur ungefähr 800.000 in Deutschland gibt.
 
Aber es gibt immer noch Skeptiker, welche diesen Lebensstil für bedenklich, wenn nicht sogar verwerflich halten, was ich persönlich des Öfteren am eigenen Leib erfahren muss. Ich bekomme Dinge zu hören wie „Waaaaas, wie schaffst du das?“, was eine legitime Frage ist, wohingegen „Du isst meinem Essen das Essen weg“ – ernst gemeint – schon sehr verurteilend rüberkommt. Insgesamt wird es oft noch immer als etwas sehr Ungewöhnliches empfunden, wobei ich mir manchmal wie ein seltenes Tier im Zoo vorkomme, wenn mein Umfeld hört, dass ich seit neun Jahren kein Fleisch mehr esse. Zudem ist das Vorurteil gegenüber Vegetariern populär, die ihre Mitmenschen dafür verurteilen, wenn diese Fleisch essen oder sie von ihrer Moral zu überzeugen, was ich als äußerst paradox empfinde, da ich genau dies umgekehrt von einigen Fleischessern mitbekomme.
Aber ich will hier keine Vorurteile formulieren oder Leute als schlechte Menschen, basierend auf ihrem Essverhalten bewerten, sonst bin ich nicht besser als diejenigen, die ich gerade kritisiert habe.
 
Ich habe mich gefragt, weswegen manche Leute ernsthaft etwas gegen den vegetarischen oder veganen Lebensstil haben. Man könnte mir vorwerfen, nicht objektiv sein zu können, was irgendwie stimmt, aber ich glaube, mittlerweile hat auch der Letzte verstanden, dass die Art und Weise, wie wir unser Fleisch halten, züchten und in welchen Massen es konsumiert und damit produziert wird, unnatürlich und absolut nicht artgerecht ist. Zudem werden viele Krankheiten durch den Fleischkonsum übertragen, was wir momentan mehr als je zuvor zu spüren bekommen, auch wenn gerade natürlich ein außergewöhnlicher Fall vorliegt. Der letzte Punkt, bevor ich zu den Nachteilen der vegetarischen Ernährung komme, ist die offensichtliche Belastung für die Umwelt, die durch die massenhafte Haltung der Tiere entsteht, die Nahrung und Platz benötigen, auch wenn dies schon so eingeschränkt wie irgend möglich stattfindet.
Also wieso sind Menschen teilweise so sehr von ihrem Konsum überzeugt, dass sie Andere dafür verurteilen?
Der wohl naheliegendste Punkt sind die notwendigen Nährstoffe, die sich im Fleisch befinden. Vegetarier und Veganer haben häufig Eisenmangel, zudem sind in Fleisch Stoffe, die das Knochenwachstum fördern. Aber solange man sich ausgewogen ernährt, kann man auch sehr gesund und lange ohne Fleisch leben.
Ich habe Argumente für den Konsum von Fleisch gefunden, wie „Wenn es strenge Tierrechte gäbe, würde es moralisch vertretbarer werden“ oder „Wenn alle ihren Konsum dämpfen würden und nur noch von tiergerechten, vertrauensvollen Bauernhöfen kaufen würden, könnte man es rechtfertigen“. Diese Aussagen sind zwar in meinen Augen nicht wirklich zu bestreiten, aber die Betonungen liegen hier sehr stark auf Wörtern wie „wenn“, „würde“ oder „könnte“. Solange diese Bedingungen, unter denen Fleischkonsum vielleicht ein geringeres Ausmaß an Schäden verursachen würde, nicht eingetreten sind, sind viele Menschen nun mal radikal und verzichten vollständig.
Ich habe jedoch noch einen Artikel gefunden, in dem berichtet wird, dass einige Wissenschaftler davon überzeugt sind, dass der Mensch, wie es ihn heute gibt, nur durch den Konsum von Fleisch zu diesem werden konnte. Die Entwicklung unseres Gehirns und die Etablierung auf der Erde soll uns durch das Jagen und Essen von Fleisch ermöglicht worden sein, sodass wir jetzt in einer Gesellschaft so leben können, wie wir es tun.
Insgesamt sind sich jedoch die meisten Leute einig, dass Fleisch nicht zwingend lebensnotwendig sei. Bei ausgewogener Ernährung spreche kein Grund dagegen. Aber genauso wie jeder darauf verzichten könne, könne jeder Mensch auch Fleisch zu sich nehmen. Hierbei bräuchte man definitiv mehr Aufklärung, damit die Menschen sich ihres Verhaltens bewusst werden, aber der generelle Konsum von Fleisch sollte natürlich genauso wie der Verzicht darauf, akzeptiert werden. Ich glaube, ich habe meinen Standpunkt mittlerweile deutlich gemacht, also belasse ich es dabei, aber ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, dass der Verzicht auf Fleisch nicht so schwierig ist, wie manch Einer denkt, und es ist beim Ein oder Anderen vielleicht einen Versuch wert.

(Verfasserin: Anne Q1)
 

Eine Pandemie als Sprungbrett für Digitales Lernen!

Massenhysterie, Hamsterkäufe und Sicherheitsabstände. Wie soll man da bloß lernen können und was soll dieses „Homeoffice“ und die Fluten von Emails? Um diesem heiklen Thema auf den Zahn zu fühlen, habe ich mit acht Personen Fern-Interviews geführt, die ich in dieser Reportage zusammenfasse.

Von Tamara Marasovic

Aachen. Seit sechs Wochen sind die Schulen in Deutschland geschlossen, darunter auch die 4.Aachener Gesamtschule. Die Lehrer müssen ihre Schüler wöchentlich mit neuem Lernstoff versorgen, der dann von den Schülern zuhause im „Homeoffice“ erarbeitet wird. Es ist offensichtlich, dass die eigentliche Belastung nicht auf den Lehrern, sondern auf den Schülern und ihren Eltern liegt.

Die befragten Schüler waren sich hinsichtlich ihrer aktuellen Arbeit sicher: „Wenn wir nicht ins Lernbüro können, kommt das Lernbüro eben zu uns!“ Sie geben zu, dass die aktuelle Situation sich als große Herausforderung – aber auch als Chance erweist. Der Vorteil der 4.Aachener Gesamtschule bestehe darin, dass die zu lernenden Inhalte bereits in Bausteinen verpackt zur Verfügung stehen, da sie auch sonst in dieser Form genutzt werden. Sie müssen lediglich etwas hinsichtlich der Zeitaufteilung angepasst werden.

Dadurch ist es möglich gewesen, dass die Schüler einen fast reibungslosen Übergang von Schularbeit zu Hausarbeit finden konnten. Ihre Tutoren haben ihnen dabei grob über die Schulter schauen können, aber eine ausführliche Korrektur der Arbeit und eine anschließende Rückmeldung ist kaum oder nur bedingt möglich. Die Lösungen für Aufgaben stehen derzeit nur Schülern der Oberstufe zur Verfügung, da angenommen wird, dass diese alt genug sind, um mit ihnen zu arbeiten und der Lerneffekt bestehen bleibt.

Die Geheimwaffe der Schüler sei deshalb die Plattform „YouTube“, um beispielsweise bei Fragen und Problemen in Mathematik digital Hilfe zu bekommen. Das Stichwort lautet „digital“, denn die aktuelle Situation ist deshalb nur halb so verheerend, da gerade jetzt digitale Lernplattformen ausgeschöpft werden und dabei die Frage aufkommt, ob wir nicht in Zukunft digital weitermachen und die durch das Corona-Virus bedingte Schulschließung als Starthilfe dafür nutzen können.

In diesem Aspekt sind sich alle Befragten einig, die Digitalisierung ist eine Chance. Bisher wurden vereinzelt YouTube-Tutorials im Unterricht eingesetzt, aber der Digitalisierungsprozess verlaufe an vielen Schulen noch sehr zaghaft, weil die Mehrheit der Lehrkräfte noch Ängste bezüglich digitalem Lernen haben. So zum Beispiel an vielen Grundschulen, wo nur bestimmte Themen zur Veranschaulichung digital erarbeitet werden und anschließend auf die üblichen Arbeitsblätter zurückgegriffen wird.

Lehrer, die das Digitale Lernen befürworten, sind der Meinung, dass der gesamte Lernweg auf digitalem Wege geschehen muss. Dafür sollen Bücher und Arbeitsblätter gänzlich von digitalen Materialien ersetzt werden. Jeder Schüler sollte daher ein eigenes Endgerät und das gleiche System wie alle anderen besitzen. Da sich das zuerst jedoch in die Länge ziehen könnte, verwenden die Schüler jetzt schon die eigenen Handys zum Lernen. Hierfür muss allerdings eine stabile Internetverbindung seitens der Schule bereitgestellt werden, beispielsweise durch ein Routergerät pro Klassenzimmer. Das Arbeiten mit dem Handy erweist sich bei Schülern als ganz natürlich, da sie daran bereits gewöhnt sind und Recherchen viel schneller betrieben werden können.

Um jedem Schüler die gleichen Perspektiven bieten zu können, muss eine finanzielle Unterstützung für Schüler aus einkommensschwächeren Familien gewährleistet werden.

Außerdem geht unsere Schule mit gutem Beispiel voran, da sie eine die Global Goals unterstützende Schule ist und um den Papierverbrauch drastisch einzudämmen, der Umstieg auf Tablets mit digitalen Stiften naheliegend ist.

Die aktuelle Situation sollte dafür genutzt werden, um gemeinsam die digitalen Möglichkeiten kennenzulernen, wie z.B. diverse Plattformen Discord, Moodle oder Zoom.

Aber auch dann, wenn sich der normale Schulbetrieb wieder eingestellt hat, sollte die Digitalisierung an den Schulen voranschreiten. Beispielsweise kann die Plattform Discord für die Klausurvorbereitung genutzt werden, weil dadurch der Unterricht entlastet wird und alle Arbeitsmaterialien schon in digitaler Form verfügbar sind und demnach die Möglichkeit einer außerschulischen Hilfestellung besteht.

Für einen „geschlossen“ digitalen Lernkreis, muss die Erarbeitung des Lernstoffs und die Reflexion digital stattfinden. Für diese Reflexion bietet sich die Arbeit mit Beamern an, jedoch ist die Ausstattung von solchen noch sehr begrenzt. Feststellbar ist also, dass es genug digitale Geräte in Form von Tablets, Laptops und Beamern geben muss, um die Digitalisierung des Unterrichts einzuleiten. Unsere Schule ist aktuell im Gebäude der Klassen 9 bis 13 noch zu wenig mit solchen Geräten ausgestattet.

Die Digitalisierung des Unterrichts wird überwiegend positiv aufgefasst und von Schülern inständig ersehnt, da ihnen eine große Hürde genommen werden würde und sie u.a. von abwechslungsreicheren Bausteinen, digitalen Medien wie z.B. einem digitalen Logbuch und einem leichteren Rucksack profitieren würden. Dadurch würde auch die Motivation zum Lernen erheblich steigen, was einen größeren Lernerfolg begünstigt. Die aktuelle Situation ist deshalb so rentabel, da die Lehrer und Schüler momentan sowieso gezwungen sind, auf digitale Materialien und Medien zurückzugreifen und miteinander kommunizieren müssen, um gemeinsam eine Veränderung für alle Beteiligten herbeizuführen.

Solange es aber an der technischen Ausstattung mangelt und die Finanzierung noch unklar ist, liegt die Digitalisierung im großen Stil noch in der Zukunft.

Unterwegs mit Sue

Da momentan viele Menschen zum gleichen Zeitpunkt nach draußen spazieren gehen wollen, tummeln sich viele an beliebten Orten, wie z.B. im Stadtpark, auf dem Lousberg, am Hangeweiher. Dies ist in einer Zeit, in der der Abstand zwischen Personen eine sehr hohe Relevanz hat, eher kontraproduktiv. Aus diesem Grund habe ich mich auf die Suche nach schönen, ruhigen und eher unbekannten Plätzen in der unmittelbaren Nähe von Aachen gemacht um Euch diese vorzustellen:


Tipp 1: Wir starten an der Kirche in Berensberg, einem kleinen Ort, der zwischen Richterich-Schönau und Kohlscheid liegt. Hinter der gutsichtbaren St. Matthiaskirche entdecken wir einen weißen eckigen Stein, der als Wegweiser fungiert und uns zu einem landwirtschaftlichen Weg führt (siehe Bild 1 und Bild 2). Umgeben von grünen Hecken und blühenden Narzissen liegen zahlreiche unterschiedliche Felder und Wiesen. Trotz der sehr weiten Sicht sehen wir nur zwei Radfahrer und einen Spaziergänger, der seine Hunde ausführt. Wir folgen dem großen Feldweg ein Stück, bis wir auf eine Erhöhung treffen. Uns fällt auf, dass dort ebenfalls ein weißer, eckiger Stein steht. Dieser hat die Aufschrift: "Maulbeerhügel". Über eine kleine Treppe gelangen wir auf den von Maulbeeren und Narzissen bepflanzten Hügel, der an seinem Fuß sehr viele kleinere Sitzmöglichkeiten aufweist (siehe Bild 3).
Die Bäume, die den Hügel zieren, werden von weißen Holzpfählen, die an Reithindernisse erinnern, gestützt. Von dort Oben kann man sehen, wie der Feldweg weiter in Richtung Kohlscheid/ Herzogenrath verläuft. Nachdem wir kurz die erfrischend windige Umgebung genossen haben, machen wir uns auf den Rückweg Richtung Kirche.


Dort (Berensbergerstraße) wechseln wir die Straßenseite und finden unseren 2. Tipp vor:
(siehe Bild 4 und Bild 5)
Hinter einen eisernen Drehtor befindet sich ein weiterer Wegweiserstein mit der Aufschrift: "verborgene Mitte", der uns zu einen schmalen Heckenpfad, an einer großen abgezäunten Wiese entlangführt. Wir erreichen ein weiteres Drehtor. Wir folgen dem Weg und auf der rechten Seite entdecken wir ein kleines naturbelassenen Waldgebiet mit altem Baumbestand und einem idyllischen Bachlauf. Nach dem dritten Drehkreuz erblicken wir das Kunstwerk „Die verbogene Mitte“  (siehe Bild 6). Was wir dort sehen, könnte man als „Natur trifft Kunst“ bezeichnen… ein riesiger Kirschbaum ist auf die große Holzskulptur mit ihren zahlreichen Eisenstangen gestürzt. Bei einem wiederholten Besuch des Platzes wurden wir besonderes davon überrascht, dass der Kirschbaum voll in seiner weißen Blüte stand oder lag, da einige dicke Wurzel noch mit der Erde verbunden sind. Dies war ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Wer möchte kann diesen Waldweg Richtung Gasser Feld folgen. Auf unseren gesamten zweiten Weg haben wir keine einzige Person getroffen .
Wir kehren zum ersten Drehtor an der Hauptstraße zurück und folgen der Straße nach rechts und dort überqueren nach ca. 5 Minuten die Berensberger Kreuzung. Wir gehen geradeaus Richtung Paulinenwäldchen, Rechts vorbei an de, Waldrestaurant „Lua Pauline“ und den beiden Biohofläden auf der linken Seite. Fasziniert von den beeindruckenden Ausblick über ganz Aachen bis hin nach Weißweiler erblicken wir schon von Weitem einen hohen Obelisk, den blauen Stein, der vor über 200 Jahren aus Aachener Blaustein von Napoleon Bonaparte errichtet wurde. Hinter den Obelisk liegt ein kleiner Parkplatz, dort treffen wir auf einige Spaziergänger. Es ergibt sich ein Gespräch mit einen älteren Herren, der  mit seinen kleinen Jagdhund spazieren ging. Dieser teilte uns seine Unzufriedenheit mit der momentanen Situation mit . "Seit der Coronazeit stürmen sie Alle in den Wald, es ist so fürchterlich, dass ich nurnoch Frühmorgens oder am späten Abend mit meinen Hund in Ruhe unsere gewohnte Route gehen kann " und "hoffentlich hört der Trudel hier endlich bald aus," murmelt er, bevor er weiter ging.


Wir folgen nun am Ende des Parkplatzes links einem schmalen versteckten Weg , der unser Tipp 3 ist (siehe Bild 7). Der Weg führt vorbei an einigen umgestürzten Birkenbäumen. Über einen Hang gelangen wir nach ungefähr einer Viertelstunde auf den Hauptpfad des Paulinenwäldchen (siehe Bild 8). Dort liegt die Brücke Wolfsfurth, die über den Fluss, die Wurm geht. Die folgende Straße, ist ein Rundweg, der zu dem Restaurant Teuterhof und wieder zurück führt, dort trifft man aber wahrscheinlich auf mehrere Menschen.
Wir hatten nun aber schon einen langen Tag, an dem wir schöne, ruhige, interessante und neue Ort und Wege im Umkreis von Aachen erkunden durften und begeben uns zurück nach Hause.
Vielleicht hast Du ja auch mal Lust Dich auf die Spurensuche des weißen Weges, der 2008 zur Weltmeisterschaft des Reitsportes in Aachen entstanden ist, zu begeben ?
 
Noch ein paar Literaturtipps von mir:
- Wandern im Wurmtal - Von der Quelle bis zur Mündung der Wurm. Petra Vanderheiden Berndt, 2011.
- Die Aachener Bilderbuch-Soers, Hans-Karl Rouette, 2013.
- Naturraum Wurmtal. Günter Kalinka, 1993.
 
Auch im Internet findet man viele Wanderwege. Folgende Homepage kann ich dir empfehlen:www.outdooractive.com
 
[Verfasserin: Sue C. Q1]
 

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